Tabu Suizid

Ungefähr 10. 000 Menschen sterben jährlich in Deutschland durch die eigene Hand. Das bedeutet, dass sich durchschnittlich alle 54 Minuten ein Mensch das Leben nimmt. Alle fünf Minuten, so vermuten Fachleute, versucht es jemand.

In Deutschland wie auch in Freiburg sterben mehr Menschen durch die eigene Hand als im Straßenverkehr, es sterben mehr Menschen durch Suizid als durch illegale Drogen, Aids und Verkehrsunfälle zusammen. Und: jeder Suizidtote lässt durchschnittlich ca. sechs nahe stehende Menschen zurück, die oftmals kaum wissen, wie sie weiterleben können.

Diagramm Todesursachen in Freiburg 2006

Suizid und Suizidversuch sind also keine Probleme von Randgruppen, sie sind alltäglich. Grundsätzlich jeder Mensch, vor allem in der Zeit der Pubertät und des frühen Erwachsenenalters, aber auch im fortgeschrittenen Alter, kann in eine Situation kommen, wo er oder sie sich vorstellt, durch eine Selbsttötung eine Lösung zu finden. Suizidales Verhalten ist keine Krankheit, sondern eine Tat. Sie soll eine Lösung sein für einen Zustand, den man nicht mehr länger aushalten will oder ein Appell, der auf die eigene, schwierige, ausweglos scheinende Situation hinweisen soll.

Die Tabuisierung des Themas Suizid verhindert aber häufig einen angemessenen Umgang mit suizidalen Krisen. Tabuisierung kann bedeuten:

In Anbetracht der Tatsache, dass mehr Menschen durch Suizid als durch den Straßenverkehr, den Missbrauch illegaler Drogen und HIV-Infektionen zusammen sterben, ist es erschreckend, wie gering die politische und materielle Unterstützung der Suizidprävention ausfällt.

Der Förderverein Suizidprävention Freiburg e.V. will mithelfen, den AKL Freiburg (Arbeitskreis Leben) - Hilfe in Lebenskrisen / Suizidprävention und das Jugendprojekt [U25] finanziell abzusichern und Projekte zu unterstützen, die ansonsten nicht finanzierbar sind. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie mit Spenden oder einer Mitgliedschaft im Förderverein mithelfen, diese Ziele zu verwirklichen.

Weiter Informationen zum Thema Suizid finden Sie auf der Website www.suizidpraevention-deutschland.de.